TOP Ö 4.8: Hallenbad

 

 


Wie der Presse zu entnehmen war, hatte das Freibad der Gemeinde Havixbeck eine erfolgreiche Saison 2018 mit über 44.000 Badegästen. Am 18.09.2018 war der letzte Badetag und damit der Wechsel in das Hallenbad.

 

Im Team der gemeindlichen Bäder gab es eine personelle Veränderung, so dass fast die gesamte Freibadsaison ab Juli 2018 mit nur 2 statt 3 Fachkräften gestemmt werden musste. Aushilfen haben einen Teil der Arbeit unterstützen und auffangen können, hier geht es aber in erster Linie um die Beckenaufsicht. Die Technik, die hinter dem Betrieb eines Bades steckt, steht in der Aufgabe und Verantwortung der Fachkräfte. Dennoch wurde die komplette Freibadsaison inklusive Frühschwimmen und verlängerte Öffnungszeiten bei dem heißen Sommerwetter durchgezogen. Das bedeutet Wechselschichten im Zeitrahmen von morgens 6 Uhr bis abends 21, teilweise 22 Uhr, zu den Schichten gehört außerdem jedes 2. Wochenende Dienst, statt wie sonst jedes 3. Wochenende.

 

Da eine Fachkraft fehlte, sind in der Freibadsaison viele Überstunden angefallen. Urlaub gibt es ebenso während der Saison nicht. Nach der Saison ist die Arbeit nicht zu Ende. Das Freibad muss winterfest gemacht werden und es standen noch Tests für die anstehende Beckenkopfsanierung an.

 

Zum 01. Oktober konnte eine neue Fachkraft eingestellt werden. Das Hallenbad wird hauptsächlich für den Schul- und Vereinssport genutzt. Das Ziel war es, diese Hauptaufgabe aufrecht zu erhalten. Aus diesem Grunde wird die Urlaubszeit hauptsächlich in die Ferien gelegt, damit kein Unterricht in den Schulen ausfallen muss. Krankheitsbedingt kann nun die Zeit in den Ferien nicht abgedeckt werden. Die Fachkräfte in den Bädern haben einen Anspruch auf Erholungsurlaub und dieser ist nach einer anstrengenden Freibadsaison auch nötig.

 

Einen krankheitsbedingten Ausfall kann man nicht vorhersehen. Eine Beckenaufsicht durch Aushilfen allein ist kein Ersatz und nach den rechtlichen Vorgaben für einen Badbetrieb nicht zugelassen, da keine Fachkraft für den technischen Bereich (Chlorgas, Pumpen, Umwälzung, Lüftung etc.) zur Verfügung steht. Hier müsste jemand in den gesamten technischen Bereich eingearbeitet werden.

 

Die „Ausleihe“ einer Fachkraft aus einer Nachbarkommune bedarf einer gründlichen Einarbeitung. Das würde voraussetzen, dass ausreichend Vorlauf für solche Interimslösungen gegeben ist, das ist für Gewöhnlich bei krankheitsbedingten Ausfällen nicht gegeben. Hinzu kommt, dass eben diese Kollegen auch ihre Bäder winterfest machen müssen, Urlaub nehmen und Überstunden abfeiern.

 

Grundsätzlich ist die Gemeinde immer gewillt, Badezeiten in den Herbstferien anzubieten. Dieses Jahr ist es aber ausnahmsweise aus zuvor genannten Gründen einmal nicht möglich.